Aktuelles rund um den Vocal Champs Contest

+++ Salzburg, Zürich und Berlin - Bei „Vocal Champs“ gehen hochkarätige Gesangsgruppen an den Start +++

Sendenhorst. Die Stadt richtet vom 8. bis zum 10. September erneut einen großen A-cappella-Wettbewerb aus, bei dem sich halbprofessionelle Gruppen und Vollprofis aus der A-cappella-Szene einer fachkundigen Jury stellen. Bei „Vocal Champs“ sind 17 Gruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Gast.

Die Macher und die Hauptsponsoren: Matthias Greifenberg, Susanne Goertz (Sparkasse), Bürgermeister Berthold Streffing, Roland Klein (Sparkasse), Andreas Hartleif (Veka AG) und Jürgen Herbe (Veka AG). Foto: Josef Thesing

Sie heißen „Piccanto“, „Malebox“, „Invivas“ und „Extraton““. Und sie kommen aus Salzburg, Berlin, Zürich und München, um in Sendenhorst zu singen. Die Stadt richtet vom 8. bis zum 10. September erneut einen großen A-cappella-Wettbewerb aus, bei dem sich Halbprofessionelle und Vollprofis aus der A-cappella-Szene einer fachkundigen Jury stellen. Doch gegenüber den früheren Veranstaltungen dieser Art ist diesmal einiges anders – und neu.

Da ist zunächst einmal der Name: „Vocal Champs“ heißt der Contest zum ersten Mal, der drei Tage lang auf dem Gelände der Alten Molkerei stattfindet, und zu dem nicht nur Gesangsgruppen, sondern auch deren Fangemeinden aus den drei Nachbarländern erwartet werden. Und da ist ein neuer Alleinveranstalter, nachdem sich der Chorverband NRW, mit dem die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren nicht immer ganz reibungslos verlaufen war, verabschiedet hat: die Stadt Sendenhorst. „Aus einem zarten Pflänzchen im Jahr 2007 in der Aula der Realschule ist eine Erfolgsserie geworden“, erklärte Bürgermeister  Berthold Streffing bei der Vorstellung des Programms. Sendenhorst sei mit diesem Format „eine musikalische Heimat“ für hoch professionelle Gesangsgruppen aus Deutschland – und inzwischen weit darüber hinaus. Das werde auch daran deutlich, dass sich einzelne Gruppen schon für die Teilnahme bewerben würden, bevor überhaupt ein Termin für den Contest feststeht.

Das hat Konsequenzen: An drei Tagen steigen 17 Gesangsgruppen auf die Bühne. „Das ist nachweislich der größte A-cappella-Contest in Deutschland“, freute sich  Matthias Greifenberg, der für die inhaltliche Organisation und für die Durchführung verantwortlich ist. Es gebe schöne Festivals, aber bei keinem stellten sich derart viele Gruppen einer Jury. „Das Teilnehmerfeld ist sehr hochwertig besetzt. Viele andere hätten das sicher auch gerne“, so der Sendenhorster, der für die Stadt das Kulturbüro „Stadt der Stimmen“ verantwortet. Neben den Auftritten warten ein umfangreiches Programm und abendliche Partys.

Die Jury ist ebenfalls im Vergleich zu früheren Jahren anders besetzt – nicht so „wissenschaftlich“, wie Greifenberg das ausdrückte. Es sind Eventmanager, Kulturschaffende, Leiter von Künstleragenturen und städtischen Kulturämtern – kurz, Menschen, die Konzerte und Veranstaltungen durchführen und verantworten. Also Leute aus der Praxis, die bewerten werden, wie die Gruppen ankommen und ob sie Konzertsäle und Freiluftfestivals füllen können. Zum Gremium gehört auch der neue Leiter der Musikschule Beckum-Warendorf, Holger Blüder.

Für die Bands geht es genau darum: Sie wollen künftig entweder überhaupt, oder – wie bei den Vollprofis – noch mehr als bisher vor großem Publikum singen. Und das ist dem Jurysieger und dem Publikumssieger garantiert: Sie werden – mindestens – zwölf Konzerte an unterschiedlichen Veranstaltungsorten gestalten.

Das Repertoire bei „Vocal Champs“ ist breit gefächert. Es gibt die „klassischen“ Gesangsstücke und Comedy. Aber da sind zum Beispiel auch die „Kellner“ aus Lohmar, die eine musikalische Reise zu den besten Rock- und Popsongs servieren.

Oder „YeoMen“ aus Berlin, die auch schon mal Heavy Metal raushauen – natürlich nur mit der Stimme, wie alle anderen auch. Der „Beat Poetry Club“ aus Wien bringt ein neues Programm mit – längst haben sich die Österreicherinnen nicht nur in der Heimat etabliert. Der Geheimtipp sei „Piccanto“ aus Salzburg. „Das ist eine ganz spannende Gruppe. Absolute Profis“, erklärte Matthias Greifenberg.

Ein solches Festival kostet Geld. „Viel Geld“, machte Berthold Streffing deutlich. „Das könnte die Stadt gar nicht leisten.“ Umso mehr freute er sich, dass die Veka AG und die Sparkasse Münsterland Ost als Hauptsponsoren mit im Boot sind. „Wir und viele unserer Mitarbeiter leben hier“, begründete Veka-Vorstandsvorsitzender Andreas Hartleif das Engagement des Unternehmens. Zudem: „Die Familie ist musikbegeistert und unterstützt das.“

Ähnlich sah das Roland Klein vom Vorstand der Sparkasse: „Aus der Region für die Region“ sei die Devise. Ein solches Engagement habe auch „eine große emotionale Komponente“.

Beide sagten übrigens schon jetzt zu, „Vocal Champs“ auch künftig unterstützen zu wollen. Medienpartner der Veranstaltung sind die Westfälischen Nachrichten.

► Karten können ab sofort bei der Muko gekauft werden. Flyer werden in den nächsten Tagen an 20 000 Haushalte in der Region verteilt.