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Fünf Träume für Schwiegermütter

Die fünf Herren von „vocaldente“ stiegen als erste auf die Bühne und unterhielten das Publikum bestens. Foto: Anke Weiland

Knapp 20 Gesangsgruppen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden gaben sich am Wochenende ein Stelldichein und stellten sich im vierten „German Acappella Bundescontest“ auf dem Gelände der Alten Molkerei dem Urteil einer Fachjury.

Knapp 20 Gesangsgruppen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden gaben sich an diesem Wochenende ein Stelldichein und stellten sich im vierten „German Acappella Bundescontest“ auf dem Gelände der Alten Molkerei dem Urteil einer Fachjury. Die erste Gruppe der „Profi(t)s“ und „Non-Profi(t)s“ trat bereits am Freitagabend an. Doch zuvor eröffneten Bürgermeister Berthold Streffing und Regina van Dinther, Präsidentin des Chorverbands NRW, das Festival.

Nicht mehr viele der 550 Plätze im „Studio 4“ waren frei, als „vocaldente“ aus Hannover dann die ersten Töne anstimmte. Popularmusik der vergangenen 100 Jahre sei ihre Bandbreite, kündigte Moderatorin Vera Hotten die „fünf Schwiegermütter-Träume“ an. Mit ihrem Konzert gaben sie einen Vorgeschmack auf den im Anschluss beginnenden Gesangswettbewerb. Von Traditionellem aus den 1920-er Jahren bis hin zu Popsongs, „alles irgendwo dazwischen, nur mit unseren Stimmen und wohlgeformten Körpern“ – so beschrieben die fünf Sänger ihr Repertoire.

Sie beherrschten nicht nur die hohen und gemäßigten Töne: Auch ein „kleines bisschen Rock ‚n‘ Roll“ mit „Footloose“ begeisterte die Zuhörer schnell.

Ihr „nicht ganz geringes Interesse am anderen Geschlecht“ brachten die fünf Herren humorvoll zu Gehör. Zudem machten sie sich über aufwändige Choreografien, „Kuschelzeiten“ und Sprechgesang ihre Gedanken. Dabei zeigten die Sänger zudem keine Angst vor ungewöhnlichen Genres.

Mit dem selbst geschriebenen Rap „Ein Teil von Deutschland“ bewies „vocaldente“ Hip-Hop-Qualitäten. Punk Rock und New Metal hatten die A-cappella-Sänger ebenfalls in eine Vokalfassung umgewandelt – um im Anschluss mit „Mamma Mia“ von Abba den verblüffenden Kontrapunkt zu setzen. Sehr zur Freude der Gäste, die mit Applaus und Begeisterungsrufen nicht sparten. Überraschend und begeisternd schaffte „vocaldente“ eine gelungene Einstimmung in den Contest und machte Lust auf mehr.

Und während auf der Bühne draußen vor dem „Studio 4“ die „Klangküsse“ mit einigen Liedern unterhielten, sangen sich im Backstage-Bereich die A-cappella Formationen des ersten Blocks für ihre Auftritte ein.